Berichte
Chli Kärpf 2699 m
Nach einem gemeinsam vereinbarten Treffpunkt um 8.20 Uhr am Bahnhof Pfäffikon SZ startete unsere diesmal kleinere, aber hochmotivierte Gruppe, verstärkt durch einen Gast aus der SAC-Sektion Bern, Richtung Glarnerland. Der Tag wurde von einem mässigen Föhn begleitet und das wechselhafte Spiel aus Sonne und Wolken sorgte für eine angenehme, wenn auch unbeständige Wärme. Schon auf der Anfahrt war uns aufgrund der südlichen Exposition des Hanges und vorheriger Informationen klar, dass wir keine besonders schneereiche Tour erwarten konnten. Daher starteten wir gut gelaunt zunächst mit aufgebundenen Skiern in Wanderschuhen. Erst etwa auf halber Strecke durch den Wald konnten wir endlich auf Skier umsteigen. Nach Erreichen der obere Waldgrenze zeigte sich schnell, dass der erste Hang eine wahre Herausforderung wird, ohne dabei die Skier abziehen zu müssen. Doch mit etwas Geschick gelang es uns, bis auf eine kurze Passage von wenigen Metern, diese Hürde zu meistern. Anschliessend fanden wir ein gutes Tempo und erreichten die kleine Hütte mit dem Rettungsschlitten, wo wir eine wohlverdiente halbstündige Pause einlegten. Danach setzten wir unseren Aufstieg in gemütlichem Tempo fort. Ab einer Höhe von etwa 2300 m mussten wir feststellen, dass die frühlingshafte Stimmung der unteren Höhen hier oben einer deutlich kälteren Luft wich. Zudem war der Schnee plötzlich pickelhart geworden. Ein klarer Hinweis darauf, dass es Zeit war, die Harscheisen zu montieren, eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als absolut richtig herausstellte und von den Teilnehmern positiv zurückgemeldet wurde. So konnten wir die anspruchsvollen Querungspassagen sicher bewältigen.
Nach etwa viereinhalb Stunden Aufstieg standen wir vor der letzten Herausforderung: dem finalen Gipfelhang. Felix entschied sich nach kurzer Überlegung dagegen, diesen zu besteigen, da er trotz des guten Trittschnees und einer Kettensicherung nicht sicher war. So machte ich mich gemeinsam mit unserem Gast auf den letzten Anstieg und erreichte den Gipfel in kürzester Zeit. Dort schossen wir einige Fotos, bewunderten die umliegenden Gipfel und machten uns sogleich auf den Rückweg zu Felix.
Unterhalb der Felswand fanden wir eine geschützte, sonnige Stelle, wo wir uns noch einen Moment der Atmosphäre hingaben, bevor wir uns für die Abfahrt rüsteten. Der Schnee war in der oberen Hälfte der Tour weniger genussvoll, doch immer wieder fanden wir weiche, sulzige Passagen, die ein paar schöne Schwünge ermöglichten. Den bekannten schneearmen Hang meisterten wir mit viel Spass an der Schneesuche, und tatsächlich gelang es uns, ohne die Skier abziehen zu müssen, bis zur Skihütte Obererbs abzufahren.
Nach diesem gelungenen Abschluss belohnten wir uns mit einem wohlverdienten Suuremost und Kaffee. Danach stand nur noch eine kurze Abfahrt über die letzten schneebedeckten Passagen an, gefolgt von einem Spaziergang durch den Wald bis zum Auto.
"Ohhh, war das ein schöner Tag!" – mit diesen Worten fasste die Gruppe die Tour zusammen. Danke an alle Teilnehmer für die schöne und gute Zeit!

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